Wie Katharina mit der TCM-Ernährungslehre ihre Neurodermitis besiegte

Gemüse auf dem Teller
Gemüse auf dem Teller

Zwei Frauen, zwei ähnliche Geschichten und zwei Wege, die zu einem ähnlichen Ziel geführt haben. So könnte man die Gemeinsamkeit von Katharina Ziegelbauer und mir zusammenfassen. Während die Neurodermitis Katharina Ziegelbauer zur Ernährungslehre nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gebracht hat, waren es bei mir meine ständigen Verdauungsprobleme und andere Wehwehchen. Erst später ist mir aufgefallen, wie viel eine gesunde Verdauungskraft auch mit gesunder Haut zu tun hat.

Von Katharina Ziegelbauer

Am schlimmsten bei der Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist wohl der Juckreiz, der einen in der Nacht nicht schlafen lässt und erst Ruhe gibt, wenn die Haut offen und blutig ist. Wer das kennt, hat wahrscheinlich schon sehr viel ausprobiert, um die Haut zu verbessern. Von Cortison über Bioresonanztherapie, über Nahrungsergänzungsmittel zur Darmreinigung und retour. Auch ich habe diesen Weg hinter mir und musste feststellen, dass auf Dauer nichts davon wirklich geholfen hat.

Katharina Ziegelbauer hatte mal Neurodermitis

Zum Glück entdeckte ich dann die Ernährung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin und gab dieser eine letzte Chance. Eigentlich habe ich nämlich schon aufgegeben und mich mit meinen immer offenen und rissigen Handflächen und den anderen betroffenen Stellen schon abgefunden.

Das Erste, was ich lernen musste:

Es gibt kein Wundermittel (auch kein Nahrungsmittel), das mich heilen kann. Ich muss meine Gesundheit selber in die Hand nehmen.

Und das bedeutete: Ich musste meinen Lebensstil komplett ändern. Als Schokoladejunkie und jemand, der unter Kochen das Auftauen von Tiefkühlkost versteht, ist mir das nicht leicht gefallen.

Doch ich habe es geschafft und konnte im Verlauf der Monate eine stetige Stabilisierung meiner Haut bemerken. Die Neurodermitis-Schübe wurden seltener und waren weniger heftig.

Nebenbei wurde meine Verdauung besser, verschwanden meine seltsamen Schwindelanfälle und ich hatte viel mehr Energie als früher. Wow, was die Ernährung alles bewirkt!

Vor lauter Begeisterung machte ich die Ausbildung zur diplomierten. Ernährungsberaterin nach TCM und biete heute erfolgreich Online-Kurse und Internet-Workshops an.

Wie lange dauert es, bis die Neurodermitis durch die TCM-Ernährung besser wird?

Eine Ernährungsumstellung braucht ihre Zeit. Es kann mehrere Monate bis Jahre dauern, bis die Haut wirklich stabiler ist. Dranbleiben und Vertrauen in den Körper zu entwickeln ist dabei am wichtigsten! Es kommt auch immer darauf an, wie lange und wie schwer man die Erkrankung schon hat und welche Faktoren noch eine Rolle spielen (ganz wichtig ist zum Beispiel Stress, aber auch die Arbeitsbedingungen, Schlaf, Beziehungen, andere Erkrankungen…).

Bei mir dauerte es etwa ein Jahr, bis die Haut richtig gut war. Danach gab es immer wieder Rückschläge, etwa in meiner ersten Schwangerschaft und nach der Geburt meines Sohnes. Diese ist inzwischen über acht Jahre her und seitdem bin ich so gut wie symptomfrei.

Das kannst auch Du schaffen! Ich erlebe es immer wieder bei den Teilnehmern des Neurodermitis-Ernährungscoachings, dass schon wenige Ernährungsänderungen ausreichen, um erste Besserungen zu erreichen.

Wichtiger Hinweis: Die TCM-Ernährungsumstellung kann eine medizinische Diagnose und Beratung nicht ersetzen. Sie soll die Selbstheilungskräfte anregen und den Körper in sein energetisches Gleichgewicht bringen.

TCM Ernährungslehre Neurodermitis

Neurodermitis-Ursachen nach TCM

Die Ursachen für Neurodermitis sind nach TCM vor allem krankmachende Feuchtigkeit und innere Hitze. Diese entstehen in der Verdauung und werden über die Haut ausgeleitet.

Deshalb ist einer der fünf wichtigsten Tipps, die Verdauung zu stärken, dazu gleich mehr.

Feuchtigkeit merkt man zum Beispiel an:

  • ödematösen (geschwollenen) Stellen
  • mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllten Pusteln
  • nässenden Ekzemen

Hitze merkt man an:

  • roten Stellen (je stärker gerötet, desto mehr Hitze ist da)
  • die Haut fühlt sich heiß an
  • Entzündungen
  • Juckreiz
 

Hier kommen die fünf wichtigsten Ernährungstipps für die Haut, mit denen man sofort starten kann.

Kochtopf

1. Tipp gegen Neurodermitis: Verdauung stärken

Die Haut muss alles ausleiten, was die Verdauung nicht verarbeiten kann. Je besser die Verdauung arbeitet, desto weniger muss die Haut mithelfen und kann sich Schritt für Schritt erholen.

Nimm deshalb Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Blähungen, Sodbrennen oder breiiger Stuhl ernst und wirke ihnen entgegen.

Die Quintessenz für eine verdauungsstärkende Ernährung nach TCM ist folgende:

Kochen, kochen und kochen!

Und weniger Brotmahlzeiten, Rohkost und Jogurt.

Ein Sprichwort aus der TCM besagt: „Der Magen liebt es warm, regelmäßig und saftig.“

Günstig für den Aufbau der Verdauungskraft: ein gekochtes Frühstück (zum Beispiel Porridge, Suppe, Polenta…), mehr Reis, weniger Nudeln, mehr gekochtes Gemüse und Hülsenfrüchte, weniger Fleisch, Eier und Fisch in Maßen, warm trinken.

Und ein frühes Abendessen.

Chili

2. Tipp gegen Neurodermitis: scharfe und erhitzende Gewürze meiden

Hast Du schon einmal ein Chili con Carne gegessen und danach zu schwitzen begonnen?

Scharfe Gewürze wirken nach der Traditionellen Chinesischen Medizin erhitzend. Das gilt besonders für Chili, Knoblauch, Pfeffer, aber auch Ingwer, Zimt und Gewürznelken.

Diese verstärken die innere Hitze und damit die Rötungen und Entzündungen.

Als erhitzend gelten außerdem Ingwertee und andere Gewürztees, Kaffee, Alkohol, Kakao, Wurst, scharf angebratenes und gegrilltes und frittiertes Fleisch, Zwiebeln, Lauch (Porree), Frühlingszwiebel.

Suche heraus, was Du am leichtesten weglassen können und starte damit gleich heute!

Milch

3. Tipp gegen Neurodermitis: Kuhmilch meiden

Kuhmilch wirkt nach TCM speziell befeuchtend und verschleimend.

Ist Ziegenmilch oder Schafmilch ein guter Ersatz dafür?

Jein. Sie wirken weniger befeuchtend als Kuhmilch und sind etwas wärmender, sind aber trotzdem noch recht schwer bekömmlich.

Ich empfehle, in den ersten Monaten der Ernährungsumstellung ganz auf tierische Milch zu verzichten. Als Ersatz eignen sich Reis- oder Haferdrink, auch Mandelmilch (ungesüßt). Sojadrink empfehle ich nicht, da er eine stark abkühlende Wirkung hat (nicht gut für die Verdauung) und ein allergenes Potenzial hat.

Verwende die Getreidemilch zum Beispiel beim Zubereiten von Porridge und Grießbrei. Und ab und zu als Getränk, wenn man darauf Lust hat. Das Hauptgetränk sollte aber Wasser sein – und zwar warmes bis heißes Wasser.

Käse in Maßen ist in Ordnung. Der harte, würzige Käse ist nach TCM besser bekömmlich (weniger befeuchtend) als der weiche Käse oder Topfen (Quark).

Kombiniere Käse lieber mit einer gekochten Mahlzeit, zum Beispiel Kartoffeln. Das ist besser als mit Brot und Rohkost.

Orange

4. Tipp gegen Neurodermitis: Auf Orangen und Orangensaft verzichten

Frucht und Saft sind einerseits sehr befeuchtend und schwer bekömmlich für die Verdauung. Andererseits ist auch die Säure schwierig für die Haut. Das gilt auch für Mandarinen und Grapefruit.

Zitrone zum Würzen kannst Du gerne  verwenden, da man davon ja viel weniger nimmt und daher die ungünstige Wirkung nicht zum Tragen kommt.

Wenn Du gerne Saft trinkst, bevorzuge Apfel-, Birnen- oder Traubensaft – am besten Bio.

Eintopf

5. Tipp gegen Neurodermitis: Auf Gemüsesuppen, Kompotte und Eintöpfe setzen

Die trockene Neurodermitishaut freut sich über mehr gute Körpersäfte. Und die baust Du am besten über saftiges Essen auf.

Trinken alleine ist zu wenig, damit trockene Haut geschmeidiger und weicher wird! In der TCM ist der Magen für die Erzeugung der guten Körpersäfte zuständig, die die Haut von innen versorgen.

Die Körpersäfte wirken außerdem wie eine Kühlflüssigkeit im Körper, die die innere Hitze beruhigen können.

Teste einmal, jeden Tag eine saftige Gemüsesuppe (ohne Zwiebel, Lauch oder scharfe Gewürze) zu essen oder einen Eintopf mit viel Gemüse. Und beobachte, wie sich das für die Verdauung und die Haut anfühlt.

Ein Leben ohne Neurodermitis in die eigene Hand nehmen

Viele weitere Informationen zur richtigen Ernährung bei Neurodermitis nach der Traditionellen Chinesischen Medizin gibt es auf meinem Blog.

Ich wünsche viel Freude dabei, die wohltuende Wirkung der hautfreundlichen Ernährung zu entdecken! Denke daran: Du hast es in der Hand. Lerne die Signale des Körpers besser kennen und ernähre dich dementsprechend. Dein Wohlbefinden wird es Dir danken!

 

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