Warum Milch dick macht

Topf mit Milch

Letzens hat mich meine Tochter gefragt, ob ich Joghurt gekauft hätte. Sie würde mal etwas anderes frühstücken wollen als unsere warme Mahlzeit morgens.  Nun, ich bin kein großer Fan von Milchprodukten. Ich sagte letztens zu unserer erstaunten Sekretärin: „Milch mach dick.“ Und ich hätte noch hinzufügen können: Und gut für die Schönheitspflege ist sie auch nicht. Warum ich so denke, hat viel mit der chinesischen Ernährungslehre zu tun.

Eines möchte ich aber direkt vorab schicken: Ich verdamme Milch nicht per sé und für alle Menschen. Die chinesische Ernährungslehre hält kein Lebensmittel für schlecht, auch nicht Zucker, Weizen oder gar Alkohol. Alles hat eine Wirkung und die Frage, die sich stellt, ist: Ist das Lebensmittel gut für mich oder nicht?  Sehr dünne Menschen, die schlecht schlafen, emotional sehr empfindlich sind und trockene Haut haben, für die kann Milch in kleinen Mengen eingenommen ein wahres Tonikum sein. Darauf wies mich einst die Ärztin Christine Bodenschatz-Li hin.

Milch ist kein Getränk

Man beachte: eben in kleinen Mengen. Die großen Portionen, die es aber bei uns gibt, sind wenig förderlich. Da gibt es das Käsebrot mit Milchcafé zum Frühstück, zwischendurch einen Joghurt, Käse zum Nachtisch, die Milchschokolade und, und, und. Es summiert sich. Ein Getränk ist Milch schon gar nicht. Wenn überhaupt eine Mahlzeit mit hoher Energiedichte. Ernährungsphysiologisch und aus westlicher Sicht beurteilt ist Milch ein nährstoffreicher Brei mit vielen Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen sowie Kalorien.

Die chinesische Ernährungslehre schaut aber noch aus einem ganz anderen Blickwinkel auf die Milch: Sie macht nämlich feucht. Wen man also unter Trockenheit im Körper leidet, kann die Milch gut tun. Wenn man aber zu viel Feuchtigkeit im Körper hat, dann schadet die Milch. Feuchtigkeit ist in der chinesischen Medizin ein krankmachender Faktor. Er entsteht, wenn die Verdauungskraft nicht stark ist und die Mitte die Nahrung nur unzureichend umwandeln kann, wenn man zu viel feuchtmachende Nahrungsmittel wie etwa viele Milchprodukte zu sich nimmt oder wenn man sich viel in einer feuchten Umgebung aufhält. Viele Menschen hierzulande leiden eben unter dieser Feuchtigkeit. Blähungen, Durchfall und Lethargie können eine Folge sein. Auch Cellulite ist ein Beispiel dafür. Und eben auch Übergewicht.

 
 

Auch die Haut leidet

Zudem kann zu viel Feuchtigkeit im Körper dafür sorgen, dass die wertvollen Substanzen aus der Nahrung nicht gut im Körper zirkulieren können. Und dann leidet auch unser Aussehen darunter, weil Haut, Haare und Nägel auf diese Versorgung angewiesen sind. Wer also zu viel Feuchtigkeit hat, dem rate ich: Probieren Sie mal einen Monat auf Milchprodukte zu verzichten (außer Butter und Sahne) und spüren Sie in sich hinein? Das kann schon eine Richtung geben.

Kaufe ich meiner Tochter den Joghurt? Ja, das mache ich, weil ich von Verboten nichts halte. Und wenn alle ihre Freundinnen das essen, möchte sie es halt auch. Ich vertraue darauf, dass sie schon wieder zu dem warmen Frühstück zurückkehren wird. Das hat auch in der Vergangenheit immer funktioniert. Es gab immer mal Phasen, in denen es die süßen Frühstücksflocken sein mussten mit viel Milch. Und spätesten nach zwei Wochen saß sie wieder morgens vor der dampfenden Schüssel mit gekochtem Getreide.

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One Comment on “Warum Milch dick macht”

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