Der Diät-Helfer Kürbis

Kürbisse

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Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Und so habe ich einst meinem Freund als eines meiner ersten für ihn gekochten Mahlzeiten „Kürbis mit Maronen und Granatapfelkernen“ serviert. Erstaunt schaute er damals auf den Teller, kommt er doch eher aus der Gourmet-Küche. Dennoch nahm er mutig die Gabel in die Hand, piekste ein Kürbisstück auf und schob es in den Mund: „Mmmh, das ist ja lecker. Ich bin ja Experimentelles gewöhnt, aber das hier habe ich noch nicht gegessen“, sagte er und leerte den Teller. Doch hier habe ich nicht nur das Kürbis-Rezept aufgeschrieben (siehe unten), sondern auch die vielen guten Eigenschaften des Kürbis erläutert, der beim Abnehmen unterstützen kann.

Ob die Überraschung im Vordergrund stand oder ob mein Liebster mir ein Kompliment machen wollte, habe ich nicht abschießend klären können. Er hat jedenfalls alles gegessen. Die kleine Kürbis-Geschichte aus meiner heimischen Küche zeigt aber, dass man Essen und Gutes für die Figur köstlich miteinander kombinieren kann. Zwar müssen wir beide nicht abnehmen, sind schlank und brauchen keine Diät halten, aber der Kürbis ist ein Beispiel, wie man in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) allein mit der richtigen Auswahl des Lebensmittels eine Wirkung erreichen kann. Und nicht nur einen Diät-Effekt für eine schlankere Figur, Kürbis stärkt auch noch das Qi und Blut – zwei Faktoren, die laut TCM wichtig für die Vitalität des Körpers ist. Und ohne das, können auch Haut, Haare und Nägel nicht optimal versorgt werden. So funktioniert Anti Aging in der Küche. Und mit Kürbis ist es obendrein nicht nur lecker, sondern auch gesund – sei es als Suppe, im Eintopf oder als Gemüsebeilage. Und an Kalorien braucht man auch nicht zu denken. Er schmeckt auch hervorragend mit Ingwer – einem weiteren Helfer, um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Kochen mit Hokkaido-Kürbis

Prall und rund liegt der Kürbis in meiner Hand. Am liebsten mag ich den Hokkaido-Kürbis, der gut auch für zwei Personen alleine zu schaffen ist. Es gibt aber noch viele andere essbaren Kürbissorten: Der ebenfalls süße Butternut, der Blue Banana, Casius oder Feigenblattkürbis. Von Zierkürbissen sollte man die Finger lassen. Sie sind ungenießbar. Hokkaido-Kürbis ist besonders leicht zuzubereiten, weil man auch die Schale mitessen kann. Er muss also nicht geschält werden, um ihn zu kochen, was bei vielen anderen Vertretern seiner Art der Fall ist. (Siehe Video oben, wie ein Hokkaido-Kürbis geschnitten wird, um ihn später zu kochen).

Kürbis mit Kernen

Süßer Kürbis und Diät

Zudem ist dieser Kürbis einer der süßesten Vertreter seiner Art. Die Süße stärkt das Qi (Lebenskraft) unserer Milz. Damit ist nicht das Organ aus der westlichen Perspektive her gesehen gemeint, sondern die funktionellen Prozesse während unseres Verdauungsprogramms. Darum ist es auch wichtig, die Milz zu unterstützen. Süßhunger ist ein Zeichen dafür, dass unsere Milz schwach ist – also unsere Verdauungskraft nicht ihre volle Entfaltung zeigen kann. Wenn die Lust auf Schokolade, Bonbons und Co. gar nicht auszuhalten ist, so greift man am Nachmittag in die Schublade des Schreibtisches, weil das Energieloch so groß ist. Zu viel Süße erstickt jedoch laut TCM die Milz, sie wird feucht, was sie gar nicht mag. Und eines der Symptome der Feuchtigkeit können Übergewicht und Cellulite sein. Es beginnt ein ewiger Teufelskreis. Man will abnehmen, hungert, kommt in ein Energieloch, hält es nicht weiter durch und greift zum schnellen Energiekick mit Schokolade. Mit Süßigkeiten wird das hinter dem Süßhunger liegende Energiedefizit aber nicht ausgeglichen. Dazu mehr hier.

Kuerbis

Die nächste Heißhungerattacke kommt bestimmt, wenn wir uns zu sehr mit Diäten quälen. Die Lösung sind gekochte Lebensmittel wie Kürbis, die dem Körper Qi zur Verfügung stellen. Auch die Feuchtigkeit muss raus. Das lässt sich mit Kräuter bewerkstelligen, aber auch mit der richtigen Art der Ernährung und guten Auswahl von Lebensmitteln. Kürbis gehört auch mit zu den Feuchtigkeits ausleitenden Nahrungsmitteln. Und wenn der Kürbis dann auch noch in einem Eintopf oder einer Suppe zubereitet wird, ist das noch ein Körpersäfte stärkendes Gericht. Und die Körpersäfte brauchen wir laut TCM, damit die Haut schön frisch und prall bleibt. Kürbis aus dem Backofen betont eher die Milz stärkende und Feuchtigkeitsausleitende Eigenschaft des Kürbisses. Er kann also dabei helfen, das Gewicht zu regulieren und unseren Körper mit Energie zu versorgen, die auch einen Anti Aging-Effekt hat.

Aber auch aus der westlichen Perspektive hat es der Kürbis in sich. Das Fleisch enthält viel, die als Antioxidantien wirken sollen. Freie Radikale, die zum Alterungsprozess gehören, haben so weniger Chancen, sich im Körper durchzusetzen.

Kürbis

Rezept mit Hokkaido-Kürbis, Maronen und Granatapfelkernen.

Zutaten für zwei Personen

  • 1 mittelgroßer Hokkaido

  • 10 Maronen (aus dem Glas schon geschält oder selbst schälen)

  • 1 Granatapfel

  • 2 Esslöffel Olivenöl

  • 2 Esslöffel Butter

  • Salz nach Geschmack

Zubereitung

  • Den Hokkaido-Kürbis waschen und mit einem großen Messer in kleine Teile zerlegen. Mit einem Löffel die Kerne herausnehmen und den Kürbis in mundgerechte Stücke schneiden. Den Kürbis auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, das Olivenöl darüber geben und mit dem Kürbis vermengen.

  • Das Ganze bei 200 Grad Ober- und Unterhitze rund 30 bis 40 Minuten im Ofen backen. (Die Backzeit hängt ein wenig von der Größe der Stücke ab).

  • Derweil die Kerne aus dem Granatapfel lösen und beiseite stellen.

  • In einer großen Pfanne die Maronen in der Butter erwärmen, den fertig gebackenen Kürbis dazu geben und alles schwenken.

  • Mit Salz abschmecken und auf einem Teller servieren. Zum Schluss kommen noch die Granatapfel über das Gericht. Fertig!

Tipp 1

Den Hokkaido-Kürbis zerkleinern, ist gar nicht so einfach. Ich schneide deswegen erst oben und unten ein Stück ab, so dass der Kürbis auf der Fläche besser stehen kann. Erst dann nehme ich ein wirklich scharfes Messer und scheide den Kürbis durch. Unbedingt auf die Finger achten. (Siehe Video oben)

Tipp 2

Maronen haben auch einen leicht Energie stagnierenden Effekt. Dem kann man aber mit Gewürzen vorbeugen, wie eine Leserin mir schrieb. Sie schlug Pfeffer, Kurkuma oder frischen Thymian vor.

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