Das große Yin: Schönheitspflege im Winter

Rose im Winter
 

Für Frauen ist es besonders von Bedeutung, ihr Yin zu pflegen. So sieht es die chinesische Medizin und das ist tatsächlich auch besonders wichtig für die Schönheitspflege mit Kräutern und Lebensmitteln.

Doch was bedeutet eigentlich Yin und Yang?

Yin steht für …

  • Inaktivität

  • Ruhe

  • Kälte

  • Aufnehmen

  • Winter

  • Dunkelheit

  • Feuchtigkeit

  • Weiblichkeit

  • Reserven

  • Schlaf

  • Marterie im Körper

Die Qualität des Yin sorgt für guten Schlaf, nährt den Körper, beruhigt die Nerven und versorgt Haut, Haare und Nägel mit den so wichtigen Säften, damit alles schön prall bleibt.

Yang dagegen steht für …

  • Aktion

  • Aktivität

  • Hitze

  • Rausgeben

  • Sommer

  • Helligkeit

  • Trockenheit

  • Männlichkeit

  • Reserven abgeben

  • Wach sein

  • Das Immaterielle im Körper, das uns lebendig macht

Die Qualität des Yang bringt uns die Wärme und Kraft, unser Leben gut in die Hand zu nehmen.

Was ist nun besser? Yin oder Yang?

Die Antwort ist eindeutig: Das eine ist nicht besser als das andere. Es geht nicht um ein „Entweder-Oder“, sondern um ein „Sowohl-als-Auch“. Erst daraus können die Dinge entstehen, aus dem ständigen Wandel zwischen Yin und Yang. Was wäre ein Sommer ohne einen Winter? Was wäre der Tag ohne die Nacht? Was wäre das Weibliche ohne das Männliche? Was wäre ständige Aktion ohne Ruhe? Ohne den dauernden Wandel würde es kein Leben geben, keine Kinder würden geboren, keine neuen Erkenntnisse entdeckt.

Das einzige Beständige im Leben ist der Wandel.

 
Yin und Yang Zeichen
 

Yin und Yang sind zwei Seiten des Lebens. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. Wir sehen es so schön in dem bekannten Bild aus der chinesischen Philosophie. Das Dunkle und Helle bilden eine Einheit. Wenn das Helle an seinem Höhepunkt ist, zeigen sich die ersten Spuren des Dunklen und umgekehrt. In seiner Mitte birgt das Dunkle den Kern des Hellen und umgekehrt. „Yang ist die Lebenskraft, Yin ist der Lebenssaft!“ ist ein Zitat von Barbara Temelie.

Der Winter gilt als das große Yin. Es sieht aus, als ob alles in der Erstarrung ist. Doch weit gefehlt. Ganz unten in der Erde bergen die Pflanzen schon die ersten Ansätze für ein neues Leben im Frühling. Nur ist es noch nicht soweit. Bis der Winter seinen kalten Griff loslässt, will er seine Qualität gelebt wissen und für uns gibt es die Zeit, unsere Reserven zu pflegen. Wie sehr liebe ich die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Das ist für mich die eigentliche besinnliche Zeit, in dem ich mich ganz dem Winter hingeben kann.

Doch was hat das mit der Schönheitspflege zu tun? Nun, sehr viel, vor allem für uns Frauen, denn wir sind mehr Yin als Yang. Und dieses Yin versorgt unsere Haut, Haare und Nägel mit vielen wichtigen Substanzen, befeuchtet unseren Körper. Wer ständig auf Hochtouren läuft, altert schneller und verbraucht sich.

Im Winter gilt es also durch Ruhe sowie die richtigen Kräuter und Lebensmittel das Yin und die Essenz zu pflegen. Als Grundlage gilt eine gute Ernährung mit vielen warm gekochten Speisen, die mit Yin unterstützenden Nahrungsmitteln angereichert sind.

Miriam Betancourt am Baum

Yin unterstützende Nahrungsmittel . . .

  • kleine Samen und Nüsse wie Sonnenblumen- und Pinienekerne. Empfehlenswert sind auch Lein- und Brennnesselsamen.

  • hochwertige und kalt gepresste Öle wie Sesam- oder Mandelöl

  • schwarze und dunkle Lebensmittel wie Mohn oder schwarze Oliven

  • alle Hülsenfrüchte

  • blutaufbauende Lebensmittel wie rote Bete, lang gekochte Hühnerkraftbrühe (nicht aus der Tüte) und Beeren

Auch die Art der Zubereitung spielt eine Rolle. Besonders günstig sind Suppen und Kompott.

Zu den Yin und Säfte aufbauenden Zubereitungsmethoden gehören zudem

– dünsten
– blanchieren
– dampfgaren
– in Wasser zubereiten

Die Ernährung legt die Grundlage, Kräuter sind das i-Tüpfelchen. Die chinesische Medizin hat viele Yin aufbauende Kräuter, mehr als unsere hiesige Pflanzenheilkunde. Doch unsere einheimische Phytotherapie hat ein paar Empfehlungen.

Dazu zählen …

  • Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut

  • Vogelmiere

  • Eisenkraut

  • Johanniskraut

  • Hopfen

  • Baldrian

Es gibt auch ein paar besondere Nahrungsmittel, die das Yin und das Yang gleichzeitig stärken. Maronen gelten als solche Yin- und Yang-Spender. Zudem sollen sie unser Jing stärken, auch Essenz genannt, die unsere Eltern uns mitgegeben haben. Man kann sich darunter in etwa unser Erbgut vorstellen. Es gibt nur wenige Lebensmittel, die unsere Essenz unterstützen können. Maronen gehören dazu. Ich esse sie gerne mit Reis. Eines meiner Lieblings-Frühstücke jetzt im Winter, in der Zeit des großen Yin, ist knusprig in Butter gebratener Reis mit Maronen. Yin-Aufbau kann so köstlich sein.

Genießen Sie das große Yin.

Maronen

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